Stress, lass nach!

Wenn Körper und Seele erschöpft sind

Beruf – Familie – Haushalt: Diese drei Aufgabenfelder verlangen Frau von heute einiges ab. Dies kann sich zum Dauerstress entwickeln und dich an die Grenzen der Belastbarkeit bringen.

Wenn Körper und Seele erschöpft sind.

Dass Dauerstress krank macht, ist längst bekannt und belegt. Verhängnisvollerweise ist es eine Krankheit, die schleichend beginnt, langsam fortschreitet und das oft jahrelang.

Es gibt ganz unterschiedliche Anzeichen:

  • Müdigkeit
  • Gereiztheit
  • Versagensängste
  • Lustlosigkeit
  • Erschöpfung
  • Schlafstörung
  • Stimmungsschwankungen
  • Rückzug
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Hörsturz
  • Tinnitus

All diese Symptome sind Anzeichen für Dauerstress, der schlussendlich im Burnout enden kann.

Nicht nur Männer sind burnout-gefährdet. Gerade Frauen, die mehrere Aufgabengebiete täglich zu bewältigen haben, leiden unter Dauerstress. Hinzu kommt, dass Frauen eine größere Bereitschaft haben, sich aufzuopfern und eigene Bedürfnisse zurückzustellen.

Auch bestimmte Persönlichkeitsfaktoren begünstigen einen Burnout:

  • Das Streben nach Perfektion
  • Das „Appell-Ohr“
  • Nicht NEIN sagen
  • Die eigene Grenzen nicht mehr spüren

Niemand ist perfekt

Wenn du eine Frau bist, die stets alle Ansprüche erfüllen und 100 % geben will, landest du schnell im Burnout.
Das Fatale ist, dass den meisten gar nicht bewusst ist, dass sie perfektionistisch sind. Wie geht es dir? Kannst du Dinge liegen lassen?

Stell dir folgende Fragen:

In welchen Bereichen ist mein Streben nach Perfektion am größten? Gibt es bestimmte Tätigkeiten, die ich regelrecht meide, um nur ja keinen Fehler zu machen?
Welche Folgen habe ich zu befürchten, wenn das Ergebnis meiner Mühen nicht perfekt ist? Werden mich die anderen ablehnen, mir Vorwürfe machen?

Vielleicht stellt sich auch heraus, dass nicht die anderen dir Fehler vorwerfen – sondern vor allem du selbst dein größter Kritiker bist! ( https://iris-albert.de/negative-gedanken/ )
Fehler sind menschlich. Sie stellen weder deine Persönlichkeit noch den Erfolg infrage.

Hast du das Appell-Ohr?

Viel unnötigen Stress bereitet das „Appell-Ohr“! Was ist das? Das sogenannte Appell-Ohr ist vorauseilender Gehorsam.
Menschen die bevorzugt auf dem „Appellohr“ hören, fassen eine Äußerung auf und reagieren entsprechend, selbst wenn die Bemerkung vielleicht anders gemeint war.

Beispiel:
Dein Partner sagt: „Ich habe Hunger“, und du antwortest: „ Ich mache dir gleich was zu essen“!
Aus dieser Reaktion ist ersichtlich, dass du die Bemerkung des Partners als Aufforderung aufgefasst hast. Falls du tatsächlich dazu neigst, versuche erst kurz darüber nachzudenken, ob die Bemerkung wirklich als Aufforderung gemeint ist. Und wenn ja, auch dann bist du nicht zwangsläufig zuständig. Nachfragen empfiehlt sich generell. Es erspart dir auf jeden Fall eine Menge Stress oder zusätzliche Arbeit.

Nein sagen lernen

Jemand bittet dich um einen Gefallen, du sagst ja – und merkst in Nachhinein, dass du das gar nicht wolltest.

Wie kam das?

Vermutlich hängt es damit zusammen, dass du im Moment der Entscheidung deine eigenen Bedürfnisse nicht ausreichend wahrgenommen hast. So etwas passiert, in der Hektik des Alltags.

Wenn du jedoch öfters gegen deinen Willen Ja zu einer Bitte sagst, dann kann dahinter auch ein Mangel an Selbstwertgefühl stecken. Du traust dich nicht „Nein“ zu dem anderen zu sagen, aus Angst den anderen zu verletzten oder aus Angst, nicht mehr gemocht zu werden. So vernachlässigst du deine eigenen Bedürfnisse und kommst dadurch an deine Grenzen.

Tipp

1. Wenn es dir schwer fällt nein zu sagen, hilft dir vielleicht diese Anregung.

Stell dir vor, der Paketbote händigt dir eine Sendung aus, die an deinen Nachbarn adressiert ist. Würdest du auch das Paket für den Nachbar öffnen? Sicherlich nicht! Genauso solltest du mit der Bitte oder dem Anliegen verfahren, dass an dich herangetragen wird. Prüfe als Erstes, ob es bei dir wirklich an der richtigen Adresse ist – das heißt, ob es tatsächlich deine Angelegenheit ist. Wenn nicht, gib das Paket zurück und verweise höflich an die richtige Anschrift.

2. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dir etwas Bedenkzeit einzuräumen. Gerade in der Hektik des Alltags, kann es sein, dass du deine eigenen Wünsche nicht spürst. Um so wichtiger ist es, dir eine kurze Atempause zu können und über Entscheidungen nachzudenken.

Ich hoffe dir hat mein Artikel gefallen und du konntest daraus einen Nutzen für dich ziehen.


Die oben genannten Eigenschaften oder Muster haben viele von uns schon seit unserer Kindheit. Lies dazu meinen Artikel über https://iris-albert.de/was-ist-das-unser-inneres-kind/

Wenn du gerne etwas daran ändern möchtest, biete ich dir meine Unterstützung an. Denn diese alten Prägungen, hindern nicht nur an einem ausgeglichenen Alltag, sondern auch an einem erfüllten Leben.

Ganz liebe Grüße und einen stressfreien Tag Iris Albert

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